„Argentinien und Chile werden den Golf als Rohstoff-Großmacht ablösen“
Shownotes
Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt ist Co-Leiter des Käte-Hamburger-Kollegs "Rohstoffwelten" in Kassel. Er erklärt, warum die Dekarbonisierung der Welt das globale Mächteverhältnis fundamental verändern wird – und welche Rolle der Wissenschaftsstandort Kassel bei der Erforschung dieser Veränderung spielt.
Transkript anzeigen
00:00:00: Das Spektakuläre an unserem Projekt ist, dass wir acht wissenschaftliche Mitarbeiter und Wissenschaftler haben.
00:00:04: Die kommen aus allen Regionen.
00:00:06: Da ist jemand aus Kuba dabei, da ist jemand in Iran dabei.
00:00:10: So haben wir eigentlich ein relativ breites internationales Spektrum von Mitarbeitenden die uns helfen werden diese globale Perspektive entsprechend einzunehmen.
00:00:19: Ich glaube es wird uns hier in zehn Jahren gelingen das wichtigste Rohstoffzentrum Forschungszentrum ganz Europas zu werden.
00:00:32: Wir sprechen heute über Rohstoffe und wir sprechen darüber wie die Welt mit ihnen umgeht Nicht über Ölpreise und nicht darüber, wie sich Europa den Zugriff auf seltene Erden sichert oder dergleichen.
00:00:44: Zumindest sprechen wir nicht direkt darüber sondern darüber was sie eigentlich mit den Ländern und Gesellschaft machen die sie exportieren und mit denen die sie importieren und von ihnen abhängig sind.
00:00:57: Und zwar spreche ich in dieser Ausgabe unseres Wissenschaftspodcasts zwischen Fulda und Forschung mit einem Wissenschaftler, der ein sehr großes Forschungsprojekt dazu leitet.
00:01:08: Das bald startet!
00:01:10: Ich spreche mit dem Politologen und Lateinamerika-Experten Hans-Jürgen Burchardt.
00:01:15: Mein Name ist Sebastian Menze.
00:01:17: Herzlich willkommen Herr Professor Burchart.
00:01:20: Ja vielen Dank für die Einladung Herr Menzig, freue mich sehr hier sein zu dürfen.
00:01:25: Auf der Projekt-Webseite heißt es, die globale Decarbonisierung ist nicht nur eine technische Umstellung von Öl auf Lithium oder Kohle auf Wasserstoff und so weiter sondern eine tiefgreifende zivilisatorische Transformation.
00:01:39: Große Worte.
00:01:40: was meinen Sie damit?
00:01:42: Ja, genau das große.
00:01:43: Das heißt wir wollen das große Bild in den Blick nehmen weil es ist relativ deutlich und es wird vermutlich in nächsten Jahrzehnten noch deutlicher werden dass wir momentan eine intensive Energiewende in allen Ländern der Welt erleben werden.
00:01:57: Das ist auch der erste Schwerpunkt dieses Projektes, was Sie gerade erwähnt haben.
00:02:02: Und diese Energiewände ist eben nicht nur etwas wo wir den Verbrennermotor gegen ein Elektromotor austauschen sondern das wird zu einer vollständigen Umwandlung und Veränderung unserer Lebensstile, unserer Kultur, unseres Konsumverhaltens, unser Transportes.
00:02:19: Unseres Wohns usw.
00:02:21: und so fortführen.
00:02:21: Und natürlich auch unsere Wirtschaft und damit verbunden auch unsere Politik.
00:02:26: Das ist genau das.
00:02:27: Wir nehmen dieses Big Picture also wir nehmen was Ganze Große in diesem Projekt ins Auge und versuchen interdisziplimente Mehr von der Kunst, von der Kultur über Sozialwissenschaften Gesellschaft ein bisschen zur Politik und Ökonomie ohne natürlich die Naturwissenschaften, wie zum Beispiel die Geowissenschaften auszuschließen.
00:02:44: Das große Ganze uns anzuschauen und das im internationalen Kontext anzuschaun und darüber Perspektiven zu entwickeln, wie wir diesen Wandel möglichst gerecht und sozial für alle Beteiligten gestalten
00:02:55: können.
00:02:56: Wohnen haben Sie gerade als Beispiel genannt?
00:02:58: Das kann man sich ganz gut vorstellen.
00:02:59: vielleicht wenn
00:03:00: die Mobilität
00:03:01: sich möglicherweise ändert dann ändern sich vielleicht
00:03:04: auch Wohnformen,
00:03:06: Wohngebiete aber anderen Bereiche können Sie dann nochmal konkrete Beispiele nennen.
00:03:10: Also was könnte das sein?
00:03:12: Wie könnte die Welt, die dekarbonisierte Welt aussehen?
00:03:15: Ach, das ist fantastisch!
00:03:17: Ich freue mich schon richtig drauf.
00:03:18: ich weiß noch nicht wie viel ich davon noch erleben werde weil es wird mit Sicherheit über viele Jahrzehnte gehen.
00:03:23: Ich nehme mal ein Beispiel was uns alle sehr stark betrifft und da auch durchaus auch Einfluss auf Wohnen hat Die Mobilität.
00:03:30: Viele von uns denken ja heute dass wir vielleicht bestenfalls.
00:03:33: Es gibt ja auch Rückwärtsgewandte, die immer noch am Verbrennermotor festhalten wollen und da müssen wir auch sagen dass zum Beispiel große Betriebe oder Unternehmen auch hier in Kassel ansässig offensichtlich so ein bisschen die Elektromobilität und diese Energiewende verschlafen haben.
00:03:47: aber das fängt jetzt an Fahrt aufzunehmen und wir können sehen, dass es eine Veränderung geben wird in der individuellen Mobilität des Einzelnen, aber es geht halt nicht, dass wir unseren Verbrenner Motor oder unser Auto gegen ein Elektroauto austauschen.
00:04:01: alle fahren dann Tesla oder was wahrscheinlich wird weil die mittlerweile auch technisch besser sind chinesische marken.
00:04:06: Sondern es geht darum dass wir den nachverkehr massiv ausbauen müssen.
00:04:08: Es geht darum das zum beispiel darüber nachgedacht werden muss Der größte Anteil der Mobilität findet ja gar nicht über weite Strecken statt, wo wir in Urlaub fahren und andere Dinge tun.
00:04:17: Sondern ist beim Pendeln das hat den allergrößten Anteil dass man den Nahverkehr so ausbaut, dass man nicht darüber nachdenken muss.
00:04:24: fahre ich heute mit dem Auto oder nehme mich die Straßenbahn sondern sagt oh das wäre so geil mit der Straßenbahn zu fahren!
00:04:30: Die ist klimatisiert da ist es alles wesentlich sympathisch, da habe ich keine tote Lebenszeit weil ich im Stau stehe usw.
00:04:36: Und dann ist das auch mit dem Einkaufen sowieso.
00:04:39: Heute haben sie diese Situation mehr bei Amazon bestellen, weil das so bequem ist, dass ihnen das nach Hause gebracht wird.
00:04:45: Aber auf der anderen Seite ist natürlich die Frage was hat das für stoffliche Kosten im Transport in der Verpackung und so weiter und sofort?
00:04:52: Und gleichzeitig haben wir das in den Sterben auch in der Innenstadt, in Kassel oder in anderen Bereichen.
00:04:56: also dass wir wieder ein bisschen zurückzukommen zu Nähe zwischen Menschen, zwischen verschiedenen Gruppen und dass wir in die Stadt mehr reingehen und eine andere Form von Mobilität entwickeln.
00:05:06: Das hat enormer Auswirkungen auf alles und das führt natürlich dazu, dass wir unterschiedliche Rohstoffe brauchen weniger Öl, mehr Lithium und mehr Batterien usw.
00:05:14: Genau damit wollen wir uns beschäftigen.
00:05:16: Ich höre raus in der Grundannahme sind sie relativ optimistisch also diese Decarbonisierung die wird stattfinden und Sie würden sich darum kümmern zu untersuchen wie das dann auswirkt also wie so eine Welt dann aussehen kann.
00:05:29: Ja, wenn ich so ein bisschen jeden Tag in die Tagesschau oder besser gesagt in anderen Medien schaue, bin ich natürlich nicht optimistisch.
00:05:35: Weil Sie sehen ja auch das... Aber das ist bei allen großen Transformationen, wir nennen das was wir tun auch die große Transformation und das ist eine Anlehnung an einem Historiker Karpolani der mal ein sehr gutes Buch darüber geschrieben hat nämlich Die Entstehung des Kapitalismus über einen langen Prozess von hundert bis zweihundert Jahren, bis er sich so auch durchsetzen konnte.
00:05:53: Dass da sozusagen eine vorherrschende Gesellschaftsformation gewesen ist und das glaube ich passiert jetzt wieder und dann wird es natürlich Rückschläge geben.
00:06:00: wenn sie sich zum Beispiel die erfahrendlichen Staaten angucken Dann kennen Sie ja diesen schönen Spruch mit Duell Baby Duell also der passiert gerade das ganze Gegenteil.
00:06:08: Fossilismus wie wir das nennen Also fossile Energieträger wie Öl- und Gas werden wieder verstärkt in den Vordergrund gebracht.
00:06:13: Auch bei uns haben wir Bewegungen, die glauben dass wir eigentlich wieder zurück zur Erdgas und zu Erde müssen.
00:06:19: manche sind sogar zu Kernenergie, dümmste aller Ideen nebenbei bemerkt.
00:06:23: Weil das ist so teuer dass das im Grunde überhaupt nicht mehr ökonomisch durchsetzbar ist außer wir haben Interesse an Atombomben.
00:06:30: und dann haben wir diese Situation dass wir dann aber Länder wie China haben auch dazu werden wir intensiv forschen die mittlerweile ja bei regenerativen Energien vor allem beim Solarbereich aber auch beim Windbereich ganz weit vorne sind.
00:06:41: Und dann haben wir Länder wie Deutschland, wo man das Gefühl hat die aktuelle Regierung kann sich nicht so richtig entscheiden in welche Richtung sie geht.
00:06:48: Also entweder sie setzt auch in Zukunft auf die Verlierer und das werden die Vereinigten Staaten sein und setzt auf fossile Energieträger oder sie geht halt den Schritt weiter nach vorne wie es eigentlich vor fünf bis acht Jahren noch schon mal vorgesehen war und die EU eigentlich damals als einen breiten Sprung nach vorne machen wollte, wo man wirklich auf eine andere Form von Nachhaltigkeit, von anderen Energieformen und so weiter setzt.
00:07:10: Das sind soziale Veränderungen, das sind sozialer Konflikte, das ist ein politischer Interessen die da nebeneinander und gegeneinander kämpfen.
00:07:18: aber sehen Sie mal ich weiß nicht was sie hier momentan in Kassel... Ich wohle nicht hier in Kasse.
00:07:24: So zweite große Hitzewelle in zwei drei Wochen gucken sich mal an die Leute auf der Straße.
00:07:30: Das fängt jetzt ja erst alles an.
00:07:31: also das heißt ich glaube die Notwendigkeit, dass hier eine Veränderung stattfinden muss und das wir sozusagen CO-Zweihemissionen senken müssen um das sozusagen nicht völlig aus dem Ruder laufen zu lassen ist glaube ich etwas was ganz wichtig ist.
00:07:42: Und letzter Punkt auch das wissen Sie heute wo wir dieses Gespräch aufnehmen ist der Welterschöpfungstag.
00:07:47: also ab heute ist eigentlich die Ressourcen die wir in einem Jahr für diese Welt verbrauchen können sind gerade erschöpft.
00:07:53: das heißt mit anderen Worten Wir leben jetzt nur noch auf Pump und wenn sie mir sagen können wo es ne zweite Gewelt gibt freue ich mich.
00:07:58: Ich kenne keine.
00:07:59: also müssen wir mit denen was wir hier am haushalten gute ökonomische Grundannahme.
00:08:04: Apropos ökonomisch, Sie haben ziemlich viel Geld zur Verfügung.
00:08:08: Zwanzig Millionen hieß es bekommen sie über einige Jahre allerdings in einem oder für ein sogenanntes Käther Hamburger-Kolleg.
00:08:15: Wie gehen Sie dann vor?
00:08:16: Sie haben jetzt ungefähr die Themen umrissen aber was genau werden Sie mit dem Geld machen und wie schaut das aus?
00:08:22: Sie habe auch gesagt international sonst werden
00:08:24: ja.
00:08:24: Also das Projekt hat eine Laufzeit von zwölf Jahren.
00:08:27: Das ist sehr komfortabel und sehr angenehm, weil sie haben häufig sogenannte Drittmittelprojekte.
00:08:31: Das sind sozusagen von außen geförderte Projekte für die Forschung.
00:08:34: Die haben eine Loffzeit von drei bis vier Jahren – das ist die Regel!
00:08:36: Und wenn Sie im dritten Jahr den Abschlussbericht schreiben dürfen, dann dürfen Sie paralleler schon einen neuen Antrag schreiben um ein neues Projekt zu beantragen.
00:08:42: Das wird sozusagen für eine produktive und solide Arbeit.
00:08:46: durchaus abträglich, wird übrigens durch künstliche Intelligenz noch wesentlich schwieriger.
00:08:51: Weil die schreibt jetzt nicht nur die Anträge sondern macht auch zunehmend die Bewertung.
00:08:56: und da passieren Dinge wo man also meines Erachtens ganz neu darüber nachdenken muss ob man nicht wieder zu einer grundständigen Versorgung von Universitäten zurückhält wo man mit Menschen redet und nicht nur Die KI die Antriege schreiben sich dann selbst bewertet.
00:09:08: aber das ist eine andere Geschichte bei uns.
00:09:10: es ist de facto so dass wir am Anfang zur der Antragstellung überlegt haben was gibt's eigentlich für große die sowohl uns in Kassel, uns in Deutschland und Europa und uns in der Welt umtreiben.
00:09:20: Und dann ist das erste Punkt.
00:09:21: haben wir schon drüber geredet – die Energiewende!
00:09:23: Das werden wir vier Jahre untersuchen.
00:09:25: Danach haben wir gesagt ein zweiter großer Punkt eine große Rolle für Rohstoffe passiert und den wir auch jeden Tag ja mit dem wir zu tun haben nämlich mit unserer Nahrungsaufnahme ist sie Landwirtschaft.
00:09:34: also dass heißt wir werden an vier Jahren verschiedene Phasen der Landwirtschaft untersuchen.
00:09:37: unter dritten Phase beschäftigen uns mit Rohstoffen generell also sowohl seltener Erden haben Sie gerade schon erwähnt auch andere Rohstoff wie bei diesen ganzen Zunehmend eine Rolle spielen, da wird sich die Welt ja auch völlig verändern.
00:09:48: Heute ist Saudi Arabien das Land was mit seinem Öl enorme Ressourcen und der Gelder entsprechend erwirtschaften kann.
00:09:54: in fünf oder zehn Jahren.
00:09:55: Wird es Argentinien und Chile sein weil sie die größten Lithiumvorbereite weltweit haben?
00:10:00: Oder eine spannende Geschichte viele wissen dass nicht die drittgrößte Vorkommnisse von
00:10:06: Kobalt?
00:10:07: Ja also das was wir alle an unserem Handy haben und wir vermutlich auch hier bei der Aufnahme gerade in irgendeiner Art und Weise zur Funktions liegen in Kuba.
00:10:16: und da werden vielleicht die Begehren der Vereinlichen Staaten gegenüber Kuba heute gerade ein bisschen anders dargestellt.
00:10:23: Da sehen Sie auch schon die Verbindungen von Rohstoffen, Politik, internationale Politikgesellschaft usw.
00:10:29: Und das werden wir sozusagen in zwölf Jahren tun.
00:10:31: und damit wir das aber auch systematisieren können, weil es ist ja nicht so dass wir Kindergarten mäßig sozusagen jetzt eine Menge Wissenschaftler zusammenbringen.
00:10:38: Dann darf man jeder tun was er möchte müssen die sich einmal international bewerben werden entsprechend ausgewählt und müssen zu verschiedenen Formen arbeiten.
00:10:47: Sie
00:10:47: holen sich Leute von außerhalb nach Kassel?
00:10:49: Genau!
00:10:50: Die sind dann eine gewisse Zeit Hier bei uns?
00:10:53: Ja, diese gewisse Zeit ist ein ganzes Jahr und wir holen uns bis zu zehn Personen.
00:10:58: Und dann haben wir also hier hochrangige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die vermutlich nicht nur für die Kaufkraft der Stadt was Gutes tun sondern eben auch für die Universität weil wir sie versuchen in allen Bereichen zu integrieren.
00:11:09: Die haben das Privileg bei uns in verschiedenen Studiengängen zu lehren.
00:11:13: Sie haben Kontakt mit anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlernen und wir sind auch der Meinung dass Wissenschaft immer noch so gut ist wie sie vermittelt werden kann und deshalb haben wir zusammen zum Beispiel mit dem Uni-Lokal, dem SDG Lab in der Willemstraße gemeinsam ein Programm entwickelt.
00:11:27: Das beginnt diesen Herbst und das sind sie alle ganz herzlich zu eingeladen wo wir dann zum Beispiel jede Woche ausgewillte Expertinnen und Experten zu diesem Thema reden lassen werden.
00:11:35: Und also unser Ziel ist in die Gesellschaft hereinzustahlen neues Wissen zu generieren, zu kommunizieren zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
00:11:43: stellen Sie sich mal vor!
00:11:44: Sie haben so eine Saudi Arabiererin, die natürlich ne ganz anderes Bild von Öl hat wie irgendjemand der z.B.
00:11:49: aus dem Land kommt wie in China oder woanders schon umgesetzt ist, die müssen miteinander kommunizieren und reden.
00:11:55: Das wird zu Situationen führen, die hat es so noch nicht gegeben und wir sind sehr interessiert daran und haben eine große Neugier, wie wir das schaffen, dass dann wieder auch in Wissenschaft und damit in Position
00:12:05: runterzubrechen.".
00:12:07: Sie sind Lateinamerika-Experte?
00:12:09: Sie haben eine Co-Leitung Professor MiYu, die ist Asien-Expertin.
00:12:15: Haben sie vor der geografischen Schwerpunkte zu
00:12:17: setzen?".
00:12:18: Nein, auf gar keinen Fall.
00:12:19: Das ist ja so.
00:12:20: das genau wie bei der Klimaveränderung beim Klimawandel oder auch bei dieser großen Transformation von der ich geredet habe – das sind ein globales Phänomenis und so ist es bei uns auch.
00:12:28: Frau Yu ist Dokumentarprofessorin bei uns an der Universität Kassel und sie hat sie selbst sozusagen chinesischstämmig und hat aus dem Grunde einen Asienschwerpunkt.
00:12:38: Mein Schwerpunkt haben Sie richtig gesagt, dass ist Lateinamerika und wir versuchen jetzt aber in anderen Bereichen.
00:12:46: Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel.
00:12:47: Sie wissen, dass China momentan bei den nachhaltigen Energien, also vor allen Dingen Solar und dann teilweise auch Batterienutzung, da haben sie ja mittlerweile auch gegenüber der Bundesrepublik enorme Wettbewerbsvorteile aufgrund der falschen Politik Deutschlands enorme Wettebewerbforteile erzielt.
00:13:04: Aus dem Grunde sind die da sehr gut aufgestellt, aber was brauchen sie?
00:13:07: Sie brauchen Lithium.
00:13:08: Und ich hatte es ja schon gesagt – die größten Lithiumvorräte sind in Lateinamerika und das heißt hier haben wir zwei Regionen, die ganz konkret mit Rohstoffen- und Energiewende oder diese große Transformation verbunden sind.
00:13:18: Aber da gibt's auch viele andere Regionen und das Spektakuläre an unserem Projekt ist dass wir acht wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Wissenschaftler kommen aus allen Regionen.
00:13:25: Da ist jemand aus Kuba dabei, da ist jemand im Iran dabei, der aus Indien dabei, aus China wurde schon erwähnt.
00:13:33: So haben wir eigentlich ein relativ breites internationales Spektrum von Mitarbeitenden, die die ganze Zeit kontinuierlich dabei sind und die uns helfen werden diese globale Perspektive entsprechend einzunehmen.
00:13:44: Für Kassel ist das eine große wichtige Sache.
00:13:49: dieses Kette Hamburger Kollegen.
00:13:50: Sie haben auch schon mal umrissen was da für Leute kommen die hier auch ihre interessanten Perspektiven einbringen.
00:13:55: umgekehrt haben sie natürlich auch Beziehung zu ihren Heimatländern.
00:13:59: vielleicht können sie nochmal skizzieren, welche Bedeutung dieses Kollegen in internationaler Perspektive hat und was das für diesen Wissenschaftsstandort Kassel bedeutet.
00:14:11: Ich fange mal mit dem Wissenschafts- standort Kasse an.
00:14:14: Es hat eine enorme Bedeutung.
00:14:15: Wir haben ja in Kassel eigentlich schon in den letzten Jahren zur Profilbildung und auch zur Schärfung unseres Forschungsprofils sehr viel erreicht, es gibt aber das Kasselinstituz Sustainability was eine Meinung nach einer der wichtigsten Institute jetzt im bundesdeutschen Bereich ist um zu Nachhaltigkeitsforschungen zu machen was sozusagen Natur, Technik, Geistes- und Sozialwissenschaften zusammenbringen.
00:14:38: Dann haben wir das Lateinamerika Zentrum Zela was eine geografische Fokussierung hat aber auch sehr stark empfällt der Energiewende oder auch der Rohstoffe aufgestellt ist.
00:14:46: und dass Kassel, das neue Kasseler Keter Hamburger Kollege da muss man vorher wissen das ist sozusagen ich saß jetzt mal Salop das Sahnehäubchen Das beste ausgestattete und auch mit der höchsten Reputation versehene Förderformat, dass das BMFDR, also das Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft die auf Bundesebene besonders exzellente Forschungsprojekte oder Netzwerke fördern.
00:15:11: Eingeworben haben wir hier in Kassel und in dem Fall Herr Menze bin ich wirklich optimistisch.
00:15:15: Ich glaube uns wird es hier in zehn Jahren gelingen das wichtigste Rohstoffzentrum Forschungszentrum ganz Europas zu werden weil wir von vornherein auch gleich so starten.
00:15:24: Wir gehen in die Uni rein, wir machen eine Nähe in der Uni und haben darüber aber viele Potenziale, die wir jenseits unserer Fellows und uns selbst noch aktivieren können.
00:15:32: Wir wollen aber von voreinherein gleich eine starke Ausrichtung haben auf erst mal die bundesdeutsche Ebene.
00:15:37: also wir gehen auch häufig nach Berlin.
00:15:40: Professor Ju ist sehr stark im europäischen Kontext unterwegs, hat da eine sehr gute Beziehung.
00:15:43: Das geht von vorne an in die Richtung und dann – das ist die internationale Perspektive, da haben sie völlig recht – haben wir natürlich diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bei sehr Exzellenzen und einem unabhängigen Gremium ausgewählt wurden wirklich auch sehr gut in ihren Ländern und ihre Regionen vernetzt sind viele Multiplikatoren-Effekte haben und aus dem Grunde natürlich das was Sie hier mitgenommen haben wieder in Ihre Länder mit zurückbringen.
00:16:04: also insofern glaube ich dass wir in vielfältigem eben da sehr spannende Entwicklungen haben werden.
00:16:09: Ich freue mich auch sehr, dass wir nächste Woche damit starten dürfen.
00:16:12: Dann dürfen wir ja nicht nur als wissenschaftlich interessierte Menschen gespannt sein sondern auch als Kasselana und Kasselernerinnen und freuen uns dann auf den Start in die nächsten Wochen!
00:16:23: Vielen Dank Herr Borchardt.
00:16:25: Ja, vielen Dank zum Start.
00:16:26: noch ein letztes Wort.
00:16:27: Wir machen am fünftzehnten Oktober im Staatsteratabsechzehn Uhr die offizielle Eröffnung.
00:16:32: da darf jeder und jeder gerne daran teilnehmen und dort wird dann nicht nur unser hessischer Minister für Wirtschafts- und Kunst, die Präsidentin der Universität Kassel und der Bürgermeister der Stadt Kassl anwesend sein sondern wir werden auch dort eine Einführung geben können über ein paar Themen und dort werden dann auch in diesem Jahr zu begrüßenden Fellows vorhanden sein und ich würde mich alle freuen wenn sie kommen und wir gemeinsam den Kollegen stattfeiern dürfen.
00:16:54: Das machen wir.
00:16:55: Vielen Dank!
Neuer Kommentar